Eine Gruppe junger Leute wurde von einem Team des Lokalen Fernsehsenders TELEUNICO (Lecco) auf einer Wanderung in die Berge oberhalb von Gravedona begleitet. Die Tagestour führte von Livo über Grotto Dangri, Rifugio Pianezza bis hin zum Rifugio Como (knapp 1.800 m) am Darengo-See.
Dieser sehr interessante Bericht wurde auch auf Youtube hochgeladen. Damit es auch für den deutschsprachigen Betrachter verständlich wird, habe ich das Video mit deutschen Untertiteln versehen.
Nach meiner Einschätzung ist das Video sehr professionell und gut gelungen. Es gibt einen sehr schönen Einblick in die Vielfalt der Bergwelt rund um den Comer See. Viel Spass beim Betrachten.
Neben den klassischen Uferpromenaden am Westufer des Sees, wie z.B. in Menaggio, Gravedona, Tremezzo oder Lenno, gibt es, insbesondere im nördlichen Teil des Comer Sees, einen sehr schöne Spazier- und Radwege direkt am Wasser, der zu jeder Jahreszeit seinen Reiz hat.
Während im südlichen Teil des Comer Sees oftmals der Zugang zum See durch Privatgrundstücke nicht möglich ist oder die landschaftlichen Gegebenheiten wie z.B. steile Felsen den Zugang zum Wasser verhindern, ist die Situation im nördlichen Teil des Sees wesentlich günstiger.
Weitab vom Autoverkehr, direkt am Ufer mit schönen Blicken auf den See und die umliegenden Berge, vorbei an verschiedenen Badestränden, gibt es im Bereich zwischen Cremia (San Vito) und Sorico insgesamt 18 km Uferweg, die fast ausschließlich direkt am Ufer entlang führen.
Eine Wanderung hinauf zum Rifugio Menaggio und dann weiter zur kleinen Kirche Santa Amate wird durch eine wunderschöne Aussicht auf den Comer See, die umliegenden Berge sowie auf die schneebedeckten Gipfel der Walliser Alpen belohnt. Das 1962 erbaute Rifugio Menaggio liegt auf etwa 1.400 m Höhe direkt unterhalb des 1.736 m hohen Monte Grona und ist gut von Breglia, oberhalb von Menaggio, erreichbar.
Blick von der Menaggio Hütte in Richtung Bellaggio und Lecco
Eine schöne Aussicht und eine gute Einkehrmöglichkeit
Mit dem PKW geht es von Menaggio über Loveno und Plesio hinauf nach Breglia. In Plesio befindet sich eine Mineralwasser Quelle, von der seit 1965 das bekannte und allseits beliebte Mineralwasser "Chiarella" geliefert wird. In Breglia angekommen zweigt am Friedhof ein kleines Sträßchen zu den "Monti di Breglia" ab. Folgt man diesem Weg, dann nähert man sich mit dem PKW ein ganz erhebliches Stück dem ersten Ziel der Wanderung.
Blick von der Terrasse der Hütte auf den See
An Wochenenden oder in der Hauptsaison kann es dann allerdings ein wenig schwierig werden, einen Abstellplatz für den PKW zu finden. Von den "Monti di Breglia" (rd. 1.000 m) ist man in knapp 1,5 Stunden an der Menaggio Hütte angekommen. Dort gibt es neben einer wunderschönen Aussicht auf den See auch eine gute Einkehrmöglichkeit (von Mitte Juni bis Mitte September täglich geöffnet, sonst nur an Wochenenden).
Unterwegs nach Santa Amate
Kleine Kirche Santa Amate, im Hintergrund Monte Grona
Wer noch bei Kräften ist, sollte auf alle Fälle noch weiter hinauf zur kleinen Kirche Santa Amate (1.612 m) gehen. Es gibt hierzu zwei Möglichkeiten: entweder man steigt den steilen Weg direkt zum Grat hinauf (Richtung Monte Grona, Normalroute, Forcoletta), oder man geht dafür etwas länger, aber dafür langsamer ansteigend am Hang hinauf in nördlichcher Richtung. Man kann auch die beiden Wege als Rundweg miteinander kombinieren.
San Amate, Blick zum Monte Rosa
Blick von Santa Amate in Richtung der Walliser Alpten (siehe auch unten)
Blick zum Nordende des Sees - Val Chiavenna (links) - Valtellina
Blick von Santa Amate auf den See mit Bellagio
Blick von Santa Amate in Richtung der Räthischen Alpen
Santa Amate, Blick zum Luganer See
Auf alle Fälle lohnt sich der Aufstieg, da man vom Grat den Blick nach Westen frei hat und bis hin zu den Walliser Alpen sehen kann (gute Sicht vorausgesetzt). Auch wird der Blick zum Luganer See frei. Ebenso kann man auf das Ende des Sees bei Colico schauen und den Beginn des Val Chiavenna und des Valtellina sehen. Man hat auf diese Art und Weise einen fast kompletten Rundblick auf den See und die umliegenden Berge. Der gut ausgeschilderte und markierte Weg zur Managgio Hütte und weiter hinauf zur Kirche Santa Amate sollte mit gutem Schuhwerk begangen werden und kann auch von Kindern gut bewältigt werden.
Das Panorama der Walliser Alpen
Monte Grona, Santa Amate vom Ostufer des Comer Sees
Der Monte Generoso ist mit seinen 1.701 m die höchste Erhebung des Valle Intelvi, dass sich vom Luganer See (Osteno) bis hin zum Comer See (Argegno) erstreckt. Wer vom Süden kommend auf der Autobahn nach Como fährt, kann bei guter Sicht den Monte Generoso an seinen zwei Gipfeln gut erkennen. Die weitere Strecke der Autobahn in Richtung Sankt Gotthard führt auf schweizer Gebiet direkt unterhalb des Gebirgsmassives entlang. Die Wanderung von etwa insgesamt 10 km (inkl. Rückweg) kann gut mit Kindern unternommen werden.
Ausgangspunkt der Wanderung ist der kleiner Weiler Orimento auf 1.274 m. Der Ort liegt oberhalb von San Fedele Intelvi auf der italienischen Seite des Monte Generoso. Dort befindet sich ein kleiner Parkplatz und eine bewirtschaftete Berghütte.
Der Weg führt zu Beginn über große Weideflächen. Auffallend sind die kleinen Seen (Bolle), die als Tränke für die Weidetiere angelegt wurden.
Zahlreiche Kühe sind in den Sommermonaten auf der Weide anzutreffen.
Das Gebiet des Monte Generoso ist bekannt für die abwechslungsreiche Flora, die insbesondere im Frühjahr beeindruckt.
Entlang des Weges gibt es zahlreiche Heidelbeerfelder. Wer zur richtigen Jahreszeit unterwegs ist, der findet mit den reifen Beeren eine angenehme Abwechslung.
Immer wieder ergeben sich schöne Blicke auf den Monte Generoso, das Ziel der Wanderung.
Der Weg ist zu Beginn recht breit. Im weiteren Verlauf geht es dann auf einem schmalen Bergpfad immer weiter hinauf. Der Weg hat wenige richtig steile Abschnitte, es geht aber immer leicht bergauf.
Kurz unterhalb des Gipfels ist die Grenze zur Schweiz erreicht.
Vom Gipfel hat man einen schönen Blick auf den Luganer See, die Po-Ebene und (bei guter Sicht) auf die Walliser Alpen.
Blick auf Melide, Rovio,Lugano und den Luganer See
Auf dem Mone Generoso gibt es eine Wetterstation sowie den Bahnhof einer Zahradbahn, die von Capolago (Luganer See) hinauf führt. Bedingt durch umfangreiche Umbauarbeiten an der Bergstation nimmt die Bergbahn ihren Betrieb erst wieder im Jahre 2016 auf.
Vom Gipfel blickt man über das Valle Intelvi zum Comer See (oben) bzw. zum Luganer See bei Porlezza
Die Wallfahrtskirche auf dem Felsen oberhalb von Griante
Hoch über dem See oberhalb von Griante liegt
die kleine Wallfahrtskirche San Martino. Obwohl sie auf den ersten Blick
unerreichbar erscheint - so wie Sie auf dem Felsen thront - ist man in einer
knappen Stunde vom Parkplatz zu Fuß an der Kirche und damit am Aussichtspunkt angelangt.
Von der Gemeindekirche in Griante geht der Blick hoch zur Wallfahrtskirche San Martino
Über einig Stufen geht es hinauf zum Ziel
Kurz unterhalb der Kirche San Martino
Auf einem breiten Weg mit zahlreichen Stufen geht es durch Wald bergan. Sobald
die Bäume weniger werden öffnet sich der Blick auf den See und die umliegenden
Berge.
Man hat einen wunderbaren Blick auf Bellagio, die Grigna (2.400 m) und
fast bis hin nach Lecco. Das Ziel ist jetzt nicht mehr weit und bald darauf
auch schon erreicht.
Wie unschwer zu
erkennen, gliedert sich das Gebäude in drei Teile, die in verschiedenen Epochen
entstanden sind. Während die ältesten Teile romanischen Ursprungs sind, wurden
die wesentlichen Teile der Kirche im 16. Jh. fertiggestellt und nach dem Fund
der Marienstatue im 17.J.h. erweitert. Bereits schon die Römer hatten an dieser
Stelle einen Beobachtungsturm errichtet.
Bänke und Tische laden ein zum Picknick
Der Legende nach wurde im 17. Jh. am
Berg San Martino oberhalb von Griante eine Marienstatue von einer jungen
Schäferin in einer schwer zugänglichen Höhle gefunden. Nachdem der Fund im Dorf
bekannt wurde, gingen die Menschen von Griante in einer Prozession auf den
Berg. Die Männer des Ortes holten die Statue aus der Höhle, um sie ins Dorf zu
bringen. Da sich von den Menschen in Griante niemand erinnern konnte, dass es
eine solche Statue der Jungfrau Maria, jemals gab, wurde der Fund als Wunder
bezeichnet und dann in der Gemeindekirche untergebracht, damit sie jedermann
sehen konnte. Auf wundersame Weise verschwand die Statue wieder und wurde an
einem hoch über Griante befindlichen Ort gefunden. Dieses Wunder war Anlass
genug, am Fundort eine Kirche zum Schutz und zur Aufbewahrung der Marienstatue zu
errichten. Wenn inzwischen kein weiteres Wunder geschehen ist, dann sollte die
Statue noch an ihrem Platz in der Kirche stehen.
Der Blick nach Norden zum Monte Legnone (2.600 m)
Von der Kirche hat man einen guten Blick auf die Villa Maresi, die Ende des 19. Jh. auf den Ruinen einer alten Befestigungsanlage aus dem 16. Jh. errichtet wurde. Die heutigen Besitzer des Anwesens sind die Erben der Familie Heinz (Ketchup) aus den USA. Theresa Heinz ist Ehefrau des derzeitigen US Außenministers Kerry.
Es ist heute schwer vorstellbar, dass von 1884 bis 1939
eine Eisenbahnverbindung zwischen Menaggio und Porlezza bestanden hat. Dort, wo
sich heute eine Tankstelle befindet, war der Bahnhof von Menaggio. Die Bahn
wurde vorwiegend für touristische Zwecke genutzt und hatte im Jahre 1930 mit
130.000 Passagieren das höchste Fahrgastaufkommen in der 55jährigen Geschichte.
Der ehemalige Bahnhof in Menaggio - hier befindet sich heute eine Tankstelle
Ein kurzes Teilstück der ehemaligen Bahntrasse von knapp
1,5 km wurde erst kürzlich von der Gemeinde Managgio in einen Rad- und Fußweg
ausgebaut. Dieser landschaftlich reizvolle Abschnitt ist Teil einer Wanderung von
Menaggio in das Tal der Sanagra (4,3 km einfache Strecke).
Ponte Vecchio in Menaggio
Der Spaziergang beginnt am Friedhof von Menaggio, führt
über die alte Brücke aus dem 14. Jh. (Ponte Vecchio), die den Fluss Sanagra
überquert, vorbei an einem kleinen Wasserfall, bis hinauf zum Ortsteil
Castello. Hier geht es über die Bundesstraße von Menaggio nach Lugano und man folgt
dann weiter der Via Monte Grappa. Dann geht es wieder über die Bundesstraße und
weiter aufwärts. Am Ende des Fußweges biegt man rechts in eine Straße ein, die
der alten Trasse der Bahn folgt.
Auf der alten Bahntrasse
Vorbei an einem Parkplatz mit Rastmöglichkeit
geht es in den Wald und dann bald durch einen etwa 200 m langen Tunnel. Am Ende
des Weges an der Bar "zum alten Bahnhof" (Vecchia Stazione) biegt man
rechts ab und folgt der wenig befahrenen Straße bis zum Beginn des Dorfkerns
von Cardano.
Der Weg abwärts in Tal der Sanagra
Hier biegt rechts ein Fußweg ab, dem man bis zur Brücke
"Tobi" hinab ins Tal der Sanagra folgt. Man kann dem Flusslauf auf
der linken Seite folgend bis in die Schlucht der Sanagra gelangen.
Neben den klassischen Uferpromenaden am Westufer des
Sees, wie z.B. in Menaggio, Gravedona, Tremezzo oder Lenno, gibt es, insbesondere im nördlichen Teil des
Comer Sees, einige sehr schöne Spazier- und Radwege direkt am Wasser.
Während
im südlichen Teil des Comer Sees oftmals der Zugang zum See durch Privatgrundstücke
nicht möglich ist oder die landschaftlichen Gegebenheiten wie z.B. steile
Felsen den Zugang zum Wasser verhindern,
ist die Situation im nördlichen Teil des
Sees wesentlich günstiger.
Weitab von jeglichem Autoverkehr, direkt am Ufer mit
schönen Blicken auf den See und die umliegenden Berge, vorbei an verschiedenen
Badestränden gibt es im Bereich zwischen Cremia
(San Vito) und Gera Lario drei
verschiedene interessante Möglichkeiten mit jeweils einer Gesamtlänge
zwischen 3 und 8 km.
Von Cremia - San Vito nach Musso
Von Cremia(San
Vito) über Pianello del Lario nach Musso, ca 3 km, entlang des Weges gibt es verschiedene
Einkehrmöglichkeiten. Das letzte Teilstück von etwa 200 m wurde jetzt geschlossen (Privatgrundstücke direkt am See gelegen mussten mit einer aufwändigen Konstruktion umgangen werden), so dass die Strecke jetzt komplett am See entlang führt.
Uferweg von Cremia nach Musso
Von Dongo nach Gravedona
Von Dongo nach Gravedona, knapp 4 km. Der Rückweg kann im Sommer mit dem Schiff
zurückgelegt werden.
Der Weg von Dongo nach Gravedona lohnt sich zu jeder Jahreszeit
Von Domaso nach Gera Lario
Von Domaso nach
Gera Lario, ca 8 km.Der Weg führt hinter Gera Lario am Ufer des Flusses
Mera entlang.Es bestehtdie Möglichkeit, den Spaziergang bis hin nach
Dascio am Lago di Mezzola zu verlängern.
Entlang dem Fluss Mera auf dem Weg von Domaso nach Gera Lario
Schöne Blicke auf die Berge bei Weg von Domaso nach Gera Lario