Hoch über dem Comer See liegt auf etwa 1.100 m der Agriturismo Giacomino mit einer traumhaften Aussicht auf die Berge der rätischen Alpen (Pizzo Badile, 3.305 m), den Lago die Mezzola und schließlich den Comer See. Die teilweise schmale aber befestigte Bergstraße zweigt kurz vor Gera Lario von der Uferstraße ab (von süden kommend) und führt über Weideflächen, durch kleine Ortschaften und Kastanienwälder in etwa 10 km hinauf zum Agriturismo Giacomino.
Dort wird zünftige Hausmannskost angeboten. Bei schönem Wetter wird auf der Terrasse serviert. Empfehlenswert sind in jedem Falle die leckeren Gnocchetti di castagne. Vom Agriturismo, der auch über einige Fremdenzmmer vefügt, ist es dann nicht mehr weit auf den Monte Berlinghera (ca. 3 Stunden). In jedem Falle ein lohnendes Ausflugsziel.
Es gibt zahllose Möglichkeiten, einen guten Cappucciono zu trinken. Wenn aber freundliches und aufmerksames Personal sowie ein angenehmes Ambiente mit in die Bewertungskriterien einbezogen werden sollen, dann wird die Auswahl schon etwas schwieriger. Ganz am Nordende des Sees, wo die Mera in den See fließt, gibt es den schönen Ort Gera Lario. Viel Natur, eine imposante Bergkulisse, einen großen Sportboothafen sowie zahlreiche Surfer bestimmen das Bild. Hier in der Bar Pace, wo der Cappuccino oder auch ein Aperitivo auf einer schönen Terrasse eingenommen werden kann fühlt man sich bei freundlicher Bedienung wohl. Hier kommt man immer wieder gerne zurück, auch wenn man keine Sicht zum See hat.
Das Kitesurfen ist grundsätzlich auf dem
ganzen See gestattet. Die bekanntesten Einstiege sind Colico und Gera Lario im
Norden sowie Dongo und Cremia (sehr kleiner Startbereich) am Westufer.
Ausreichend Platz zur Vorbereitung
In Gera Lario befindet sich der Startplatz direkt neben einem großen Wiesengelände, das gut zur Vorbereitung genutzt werden kann. Der Parkplatz ist in unmittelbarer Nähe am
Sporthafen (Mo. – Fr. kostenlos). Das Wasser ist am Einstieg nicht sehr tief
und daher auch für Anfänger geeignet. Vorteilhaft ist auch, dass in diesem
Bereich keine Linienschiffe verkehren.
Gera Lario
Gera Lario ist für Familien gut geeignet
(Spielplatz, Freibad). In direkter Ufernähe sind verschiedene Campingplätze anzutreffen.
Das Angebot an Ferienwohnungen ist
ebenfalls sehr groß. Diverse Bars und Restaurants runden das Bild ab.
Neben den klassischen Uferpromenaden am Westufer des
Sees, wie z.B. in Menaggio, Gravedona, Tremezzo oder Lenno, gibt es, insbesondere im nördlichen Teil des
Comer Sees, einige sehr schöne Spazier- und Radwege direkt am Wasser.
Während
im südlichen Teil des Comer Sees oftmals der Zugang zum See durch Privatgrundstücke
nicht möglich ist oder die landschaftlichen Gegebenheiten wie z.B. steile
Felsen den Zugang zum Wasser verhindern,
ist die Situation im nördlichen Teil des
Sees wesentlich günstiger.
Weitab von jeglichem Autoverkehr, direkt am Ufer mit
schönen Blicken auf den See und die umliegenden Berge, vorbei an verschiedenen
Badestränden gibt es im Bereich zwischen Cremia
(San Vito) und Gera Lario drei
verschiedene interessante Möglichkeiten mit jeweils einer Gesamtlänge
zwischen 3 und 8 km.
Von Cremia - San Vito nach Musso
Von Cremia(San
Vito) über Pianello del Lario nach Musso, ca 3 km, entlang des Weges gibt es verschiedene
Einkehrmöglichkeiten. Das letzte Teilstück von etwa 200 m wurde jetzt geschlossen (Privatgrundstücke direkt am See gelegen mussten mit einer aufwändigen Konstruktion umgangen werden), so dass die Strecke jetzt komplett am See entlang führt.
Uferweg von Cremia nach Musso
Von Dongo nach Gravedona
Von Dongo nach Gravedona, knapp 4 km. Der Rückweg kann im Sommer mit dem Schiff
zurückgelegt werden.
Der Weg von Dongo nach Gravedona lohnt sich zu jeder Jahreszeit
Von Domaso nach Gera Lario
Von Domaso nach
Gera Lario, ca 8 km.Der Weg führt hinter Gera Lario am Ufer des Flusses
Mera entlang.Es bestehtdie Möglichkeit, den Spaziergang bis hin nach
Dascio am Lago di Mezzola zu verlängern.
Entlang dem Fluss Mera auf dem Weg von Domaso nach Gera Lario
Schöne Blicke auf die Berge bei Weg von Domaso nach Gera Lario
Wer an den Comer See kommt und gerne wandert, der
findet hier zahlreiche Möglichkeiten für jeden Geschmack. Die Bergwelt des
Comer Sees ist gut erschlossen, sehr abwechslungsreich und teilweise auch
einsam. Die Ziele sind für den "Normalwanderer" fast alle gut zu
erreichen. Der Monte Legnone ist mit rd. 2.600 m die höchste Erhebung am See.
Etwas weiter nördlich im Valtellina trifft man auf die Berninagruppe, die mit
über 4.000 m die höchste Erhebung der Lombardei darstellt.
Ein sehr schönes und lohnendes Ziel stellt der Monte
Berlinghera (1.930 m) dar, der sich am Nordende des Sees oberhalb von Gera
Lario befindet. Wegen der schönen Aussicht auf den See, die umliegenden Berge
sowie die weiten Blicke in das Chiavenna Tal bis hin zum Splügen Pass ist
dieser Ausflug besonders lohnenswert. Mit dem Auto kann man bis zur kleinen
Kirche San Bartolomeo auf 1.200 m fahren. Von hier sind dann noch rd. 700
Höhenmeter zu Fuß zu überwinden. Der Weg bis zum Gipfel ist gut zu gehen und
kann auch von Kindern bewältigt werden (im Gipfelbereich ein wenig Vorsicht).
Auf dem Gipfel findet man die Reste einer kleinen Kapelle, die 1969 erbaut
wurde. Ein Blitzeinschlag hat das Gebäude nahezu komplett zerstört.
Kapelle San Bartolomeo - Ausgangspunkt der Wanderung
Alpenrosen auf dem Weg zum Gipfel
Auf dem Gipfel
Lago di Mezzola - Pian di Spagna - Valtellina
Colico am Fuße des Monte Legnone
Der Comer See - ein Alpenfjord
Verceia am Lago di Mezzola - Val Rattei
Blick nach Norden zum Pizzo Badile (3.308 m)
Blick nach Norden ins Val Chiavenna
Blick nach Westen zum Sasso Canale (2.411 m)
Die Reste der durch Blitzeinschlag zerstörten Gipfelkapelle