Posts mit dem Label Ossuccio werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Ossuccio werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Mittwoch, 2. April 2014

Sacro Monte von Ossuccio am Comer See


Der „Sacro Monte di Ossuccio“  oder  „der Heilige Berg von Ossuccio“ befindet sich oberhalb der Gemeinde Ossuccio am westlichen Ufer des Comer Sees.  Er ist ein Teil der neun lombardischen und piemontesischen  „Sacri Monti“, die im Jahre 2003 in das UNESCO Weltkulturerbe aufgenommen wurden.

Der Sacro Monte oberhalb von Lenno
Bei den Sacri Monti von Norditalien handelt es sich um weitläufige Kapellenanlagen und Pilgerstätten, die im späten 16. und 17. Jahrhundert auf Bergen und an Seen errichtet wurden. Zusätzlich zu ihrer  spirituellen Bedeutung sind sie von großer Schönheit und gut an die Landschaft angepasst. Sie bergen zahlreiche Kunstwerke, wie etwa Gemälde und Skulpturen.


Wie von Plinius dem Jüngeren bereits berichtet, war schon bei den Römern  der „Heilige Berg von Ossuccio“ eine religiöse Kultstätte und der Göttin des Ackerbaus Ceres gewidmet. Plinius der Jüngere 61 n.Chr. in Como geboren, römischer Konsul im Jahre 100, und Freund des römischen Kaisers Trajan (Regierungszeit von 98 bis 117 n. Chr.), hatte am Comer See Villen und Besitztümer.

Lebensgroße Statuen stellten diverse Szenen des Rosenkranzes dar
Die vierzehn dem Rosenkranz gewidmeten Kapellen, alle zwischen 1635 und 1710 im Stile des Barock erbaut, sind mit 230 lebensgroßen Statuen, die von verschiedenen Künstlern aus Stuck und Terrakotta erschaffen wurden, ausgestattet. Die Kostüme der Figuren entsprechen der seinerzeit am Comer See getragenen Kleidung.

Immer wieder schöne Blicke auf den Comer See
Der Weg entlang der Kapellen führt durch Olivenhaine und bietet wunderschöne Ausblicke auf den Comer See und die umliegenden Berge.


Die Wallfahrtskirche der heiligen Jungfrau der Rettung, in exponierter und aussichtsreicher Lage am Endpunkt des Pilgerweges, wurde im Jahre 1537 fertiggestellt. Die Apsis sowie die beiden Anbauten wurden später errichtet und die Arbeiten am Glockenturm nach 25 Jahre Bauzeit  im Jahre 1719 abgeschlossen.



Das Kirchenschiff ist reich verziert mit Kapitellen aus Gips und barocken Figuren. Insbesondere die  bemalte Stuckdecke stellt ein bemerkenswertes Beispiel der barocken Kunst dar. Es werden Szenen aus Mariä Himmelfahrt und der Krönung der Jungfrau Maria dargestellt.


Auf der linken Seite des Kirchenschiffes befindet sich ein Marmoraltar zwischen zwei spiralförmigen Säulen. Im Altar ist ein auf das Jahr 1501 datiertes Fresko eines unbekannten Künstlers anzutreffen, das die Madonna mit Kind und St. Euphemia zeigt. 


Über dem Hauptaltar wird die Krönung der Jungfrau Maria durch Holzfiguren aus dem Jahre 1896 dargestellt. Der Altar bildet somit die letzte Station des dem Rosenkranz gewidmeten Pilgerweges. 


Am Ende des Kirchenschiffes auf der linken Seite gelangt man zur reichverzierten Kapelle der Madonna, die 1878 angebaut wurde. Sie beherbergt eine auf das frühen 14. Jh. datierte Madonnenstatue, die vermutlich aus einem früheren bereits bestehendem Kirchengebäude stammt.  

Der Kapellenweg fügt sich harmonisch in das Landschaftsbild ein

Google Maps: Sacro Monte

------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Freitag, 19. Juli 2013

Comer See in "Flammen" - Fuochi Lariani

Während der Sommersaison finden jedes Jahr zahlreiche Feuerwerke am Comer See statt, die in jedem Falle ganz besondere Höhepunkte darstellen. Der See, die umliegenden Berge und mit ein wenig Glück der am Himmel stehende Vollmond geben einen besonderen Rahmen für diese Veranstaltungen, die immer viele Besucher anziehen.


Warten auf das Feuerwerk an der Isola Comacina

Das Feuerwerk wird normalerweise von auf dem See liegenden Booten gezündet, so dass jeder Besucher vom Ufer aus einen guten Blick auf die Geschehnisse hat. Zum Feuerwerk wird die passende Musik eingespielt, die zusammen mit den Lichteffekten eine besondere Harmonie bilden.


Feuerwerk auf der Isola Comacina bei Ossuccio
Ende Juni wird mit einem der spektakulärsten Feuerwerke in Ossuccio anlässlich der "Sagra di San Giovanni" (Kirmes) die Saison eröffnet (das Feuerwerk findet am letzten Wochenende im Juni statt). An einer der schönsten Stellen des Sees, zwischen der geheimnisvollen "Zoca de l'Oli" (Insel Comacina) und dem "Sacro Monte di Ossuccio" (Unesco Weltkulturerbe) lassen die fantastischen "Fuochi“ die Insel Comacina und das umgebende Wasser in einem geheimnisvollen Licht erscheinen.                                                                                                                                            

Bildunterschrift hinzufügen
                                                                                                                                                  
                                                                                                                                                                  
Mit diesem "Event" wird an die Zerstörung der Insel und der Befestigungsanlagen im Jahre 1169 durch die "Comaschi" erinnert.                                                                                    

Die Insel "brennt"

Die Insel, die damals noch Cristopolis hieß, wurde nach der Niederlage Mailands im Jahre 569 im Krieg zwischen den Griechen und Langobarden Zufluchtsstätte reicher Kaufleute aus Como und Umgebung. Innerhalb kurzer Zeit entstanden dort Häuser, Kirchen sowie eine Festung, was Grundlage für einen wirtschaftlichen Aufschwung dieser kleinen, mit Mailand politisch eng verbundenen Insel, war. Die Zerstörung der Insel war schließlich die letzte Konsequenz aus dem langjährigen Krieg zwischen Mailand und Como.
Blick von Ossuccio auf die Isola Comacina

Auf der Insel, die mit den Linienschiffen oder mit kleinen Fährbooten von Ossuccio oder Sala Comacina erreicht werden kann, befindet sich, neben einem sehr bekannten Restaurant (hier gibt es seit Jahren immer das gleiche Menü), wo schon Konrad Adnauer, Kirk Douglas und viele andere Berühmtheiten gespeist haben, die kleine Kirche San Giovanni und Reste der im 12. Jh. zerstörten Basilika San Eufemia.


Das Linienschiff vor der Isola Comacina