Montag, 2. September 2013

Linea Cadorna – Zeitzeugen am Comer See



Oberhalb von Menaggio befindet sich einerseits ein wunderschöner Aussichtspunkt an der Kapelle der Alpini und andererseits ein Zeugnis aus den Tagen des ersten Weltkrieges.Man trifft hier auf ein weit verzweigtes System von Schützengräben, Bunkern, Beobachtungsposten und unterirdischen Lagerräumen, die Teil der sog. „"Linea Cadorna“ waren. Die "Nordgrenze" ist ein Komplex von Verteidigungsanlagen, seinerzeit gedacht zum Schutz der "Pianura Padana" (Po-Ebene) und deren wichtigsten Orte wie Turin, Mailand und Brescia. Das System wurde zwischen den Jahren 1899 und 1918 geplant und gebaut, mit dem erklärten Ziel, das italienische Staatsgebiet gegen Angriffe aus Frankreich, Deutschland oder Österreich-Ungarn unter Verletzung der Schweizer Neutralität oder, jedoch weniger wahrscheinlich, eine mögliche Invasion der Schweiz nach Nord-Italien. Diese Kriegsbauten wurden nie benutzt, da sich das Kriegsgeschehen weiter östlich in den Dolomiten und in der Region Venezien abspielte. In den letzten Jahren haben sich verschiedene Organisationen gebildet, die sich die Erhaltung dieser Zeitzeugen in den verschiedenen Abschnitten der „Line Cadorna“ zur Aufgabe gestellt haben.

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