Freitag, 2. Mai 2014

Kleine Wanderung von Menaggio auf der alten Eisenbahntrasse ins Tal derSanagra am Comer See

In der Altstadt von Menaggio

Es ist heute schwer vorstellbar, dass von 1884 bis 1939 eine Eisenbahnverbindung zwischen Menaggio und Porlezza bestanden hat. Dort, wo sich heute eine Tankstelle befindet, war der Bahnhof von Menaggio. Die Bahn wurde vorwiegend für touristische Zwecke genutzt und hatte im Jahre 1930 mit 130.000 Passagieren das höchste Fahrgastaufkommen in der 55jährigen Geschichte. 

Der ehemalige Bahnhof in Menaggio - hier befindet sich heute eine Tankstelle

Ein kurzes Teilstück der ehemaligen Bahntrasse von knapp 1,5 km wurde erst kürzlich von der Gemeinde Managgio in einen Rad- und Fußweg ausgebaut. Dieser landschaftlich reizvolle Abschnitt ist Teil einer Wanderung von Menaggio in das Tal der Sanagra (4,3 km einfache Strecke).

Ponte Vecchio in Menaggio
Der Spaziergang beginnt am Friedhof von Menaggio, führt über die alte Brücke aus dem 14. Jh. (Ponte Vecchio), die den Fluss Sanagra überquert, vorbei an einem kleinen Wasserfall, bis hinauf zum Ortsteil Castello. Hier geht es über die Bundesstraße von Menaggio nach Lugano und man folgt dann weiter der Via Monte Grappa. Dann geht es wieder über die Bundesstraße und weiter aufwärts. Am Ende des Fußweges biegt man rechts in eine Straße ein, die der alten Trasse der Bahn folgt. 


Auf der alten Bahntrasse
Vorbei an einem Parkplatz mit Rastmöglichkeit geht es in den Wald und dann bald durch einen etwa 200 m langen Tunnel. Am Ende des Weges an der Bar "zum alten Bahnhof" (Vecchia Stazione) biegt man rechts ab und folgt der wenig befahrenen Straße bis zum Beginn des Dorfkerns von Cardano. 


Der Weg abwärts in Tal der Sanagra
Hier biegt rechts ein Fußweg ab, dem man bis zur Brücke "Tobi" hinab ins Tal der Sanagra folgt. Man kann dem Flusslauf auf der linken Seite folgend bis in die Schlucht der Sanagra gelangen.

Brücke Tobi

Durch die starkten Regenfälle im Sommer 2014 war der Weg auf einer Länge von etwa 20 m abgerutscht und dadurch nicht mehr passierbar.In der Zwischenzeit wurde ein Steg über die Abbruchstelle gebaut, so dass der Weg wieder gefahrlos begangen werden kann. 


Fotos von der Abbruchstelle, im Januar 2015 aufgenommen


Hier geht es zur Karte bei Google Maps

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